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Als der Kronprinz Lee Jae Ha endlich seinen standesgemäßen Militärdienst hinter sich gebracht hat, hegt er nur noch den Wunsch wieder in sein altes Leben zurückzukehren. Auf andere wirkt er immer verwöhnt, verantwortungslos und desinteressiert in Politik, doch sein Bruder der König glaubt fest daran, das in Jae Ha viel mehr steckt und so trickst er ihn aus und ehe sich der Kronprinz versieht steckt er wieder in seiner Uniform und soll in einem gemischten Team aus nord - und südkoreanischen Offizieren an einem internationalen Wettkampf teilnehmen. Der König kämpft um Verständigung zwischen den getrennten und so unterschiedlichen Ländern. Seid er den Berliner Mauerfall erlebte hegt er den Traum, das dies auch in Korea möglich sei. Lee Jae Ha plagen derweil ganz andere Nöte, denn er ist vorurteilsüberladen gegen die Nordkoreaner und im Trainingscamp nutzen deren Offiziere das, um ihm seinen Hochmut auszutreiben. Allen voran die hübsche Kim Hang Ah mit der sich Jae Ha zu allem Überfluss auch noch ein Zimmer teilen muss.
Sie ist überhaupt nicht bereit ihn anders zu behandeln.
Nach dem Camp wird über eine mögliche Hochzeit gemunkelt und so lädt Prinz Jae Ha die junge Frau unter dem Vorwand einer Verlobung in den Palast ein. Sein Ziel ist ein Denkzettel, den er ihr noch schuldig zu sein glaubt, doch hat er nicht damit gerechnet, das sie zu seinem Leben werden soll und dann ereilt auch noch ein schlimmer Schicksalsschlag die königliche Familie. Lee Jae Ha´s Leben wird von einem Tag auf den anderen tief verändert, ein Gegner tritt auf und auch seine Liebe zu Hang Ah wird tief erschüttert ...

Wir begegnen hier einem fiktiven Königshaus in Südkorea und somit ist die Geschichte einem modernen Märchen mit kritischen Untertönen gleichzusetzen. Und genauso sollte man auch einige der Logikprobleme nehmen, denn Märchen sind nicht logisch, sondern wollen eine Geschichte mit lehrreichem Einschlag erzählen. So wird wohl gerade in einem moralisch prüdem Land wie Korea kaum eine Soldatin mit einem Kameraden die Stube teilen müssen, aber um einen schönen Plot zwischen den beiden zu entwickeln ist es eben hilfreich. Zum Ende hin wird es streckenweise dann richtig merkwürdig.
Hier wird mit Feindbildern aufgeräumt. Die Nordkoreaner sind eben auch Menschen, die glücklich leben wollen. Und die USA werden auf eine sehr kritische Weise dargestellt, was mir persönlich gut gefallen hat !
Gerade zum Ende diese Wendung mag auf den ersten Blick übertrieben erscheinen, doch bei genauer Betrachtung ist es nichts anderes als ein Hinterfragen wer denn nun die wirklichen Kriegstreiber auf unserem Planeten sind und da hier meine Meinung völlig getroffen wurde unterschreibe ich es mal blind.
Ist nun der Eindruck entstanden, das viel Politik eine Rolle spielt ?
Dann verwerft diesen umgehend wieder, denn die menschlichen Beziehungen stehen im Vordergrund. Da sind zum einen zwei Lovestory´s und auch die Entwicklung Prinz Lee Jae Ha, der so schnell ganz erwachsen werden muss, denn er hat einen Gegner zu bekämpfen für den er einen kühlen Kopf benötigt. In diesem Geplänkel steckt was ich sehr liebe. Diese sich selbst überschätzenden Bösewichte, die sich nach ein paar Triumphen für unschlagbar halten und damit baden gehen, weil sie ihre Fehler gerade dadurch machen, das sie die andere Seite unterschätzen.

Das lebt 'The King 2 Hearts' richtig aus und brachte mich so zum triumphierenden Beschimpfen dieses schmierigen Kerls, der krampfhaft versucht sich mit Jae Ha anzulegen. Was habe ich jeden Sieg gefeiert und die dummen Gesichter, welche Yoon Je-Moonin der Rolle des John Mayer (Kim Bong-Goo)gezogen hat. Wie überzeugend er diese Rolle interpretiert lässt sich leicht an Kommentaren der Zuschauerschaft erkennen. Die ihn so ekelig fanden, das sie sich einen anderen Darsteller wünschten. Wenn das mal kein Kompliment an eine tolle Leistung ist. In Märchen dürfen die Bösen überzeichnet sein und das lebt dieses Format richtig aus. Der Kontrast zwischen Gut und Böse ist extrem stark ausgearbeitet. Feine Nuancen sind nicht zu finden. Das bringt den Spaß mit sich, wenn das Ekelpaket mal wieder völlig aufläuft und trotzdem nicht schlauer wird, sondern sich alles schön redet.

Über verschlungene Wege finden die Serien ihren Weg mittlerweile auch in den Norden Koreas und wie in einem Artikel zu lesen war, kam viel Lob über das Setting und Ha Ji Won´s Darstellung. Einzig die fehlenden Hassparolen (ich gehe davon aus sie wurden absichtlich weggelassen) auf den Plaketen und der falsche Akzent wurden freundlich bemängelt. Für jene, die sich nie die Mühe gemacht haben mal ein paar Informationen zu lesen. Die Situation in Korea ist der unseren gleichzusetzen. Allerdings mit einem großen Unterschied, denn Kontaktaufnahmen sind auf beiden Seiten strengstens verboten. Während sich der Süden immer moderner zeigt ist es in dem streng abgeriegelten Norden beinahe unmöglich sich ein Bild von der Welt zu machen. Dagegen war die ehemalige DDR schon weltoffen. Außerdem sieht kaum jemand eine Chance auf Wiedervereinigung, da sich die Bevölkerung zu extrem in verschiedene Richtungen entwickelt hat. Man stelle sich vor, das viele Menschen über 40 Jahre nichts von Verwandten gehört haben, die auf der anderen Seite leben. Vor diesem Hintergrund ist eine solche Geschichte nicht uninteressant, die versucht mit Vorurteilen aufzuräumen.Das war eine kleine Lehrminute in Sachen Korea ;o)
Ha Ji Won hat viele Fans und vor dem Start der Serie habe ich oft lesen müssen, das ihr Talent neben einem Lee Seung Gi unterfordert sein wird. Das konnte ich nun überhaupt nicht verstehen, da mich der jungenhafte Darsteller schon mit seiner Darbietung in 'Brilliant Legacy' einfangen konnte. Da zeigt er eine sehr einnehmende Bandbreite seines Talentes. Vielleicht war Enttäuschung bei vielen damit verbunden, denn vor ihm wurde die Rolle drei anderen Darstellern angeboten. In wie weit hier dann alles auf Lee Seung Gi zugeschnitten wurde, vermag ich nicht zu beurteilen. Jedenfalls hätte ich mir Lee Byung Hunnicht so vorstellen können. Er hätte es überzeugend gespielt, aber er ist dann doch schon 40 und keine 25 mehr. Für mich ist das Ergebnis alles was zählt und das ist so gelungen wie es ist. Durch diese endgültige Rollenzeichnug darf sich ja auch der Zuschauer überraschen lassen was alles in dem jungen Prinzen steckt.
Und seien wir mal ehrlich. Er sieht schon verdammt noch einmal heiß aus in den Anzügen, bringt eine königliche Erscheinung von der manch ein wahrer Monarch nur träumen kann.
Und die bitterlichen Tränen, das wieder zusammenreißen Lee Seung Gi hat alle Emotionen fest im Griff.

Mir war Ha Ji Won bis dato völlig unbekannt. Die meisten kennen sie hierzulande durch ihr Mitwirken in der Erfolgsserie 'Secret Garden', die ich mir bekanntermaßen noch etwas aufspare, um während der Abwesenheit (Militär) von Hyun Bin noch etwas genießen zu können. Also habe ich keine Vergleichsmöglichkeiten, ob sie vielseitig ist, werde das aber nachholen. Hier hat sie mir jedenfalls ausnahmslos gut gefallen. Diese Mischung aus Taff/Cool und dann wieder so naiv und neugierig, bringt sie so unbedarft das nichts aufgesetzt wirkt. Außerdem beschreibt die Darstellerin selbst den Kuss mit Lee Seung Gi als den eindrucksvollsten in ihrer Karriere. Das trifft es auch, denn die Chemie ist unbeschreiblich gut. Was natürlich auch daraus resümiert, das wir es hier nicht mit einem On/Off Pärchen zu tun haben. Die beiden finden sich und nur äußere Umstände schaffen es die Liebenden räumlich zu trennen, aber niemals hören des Königs zwei Herzen auf gemeinsam zu schlagen.

Erwähnenswert ist natürlich Lee Yoon Ji als Prinzessin Lee Jae Shin. Sie hat viel zu leisten in ihrer Rolle und nimmt den Zuschauer mit in Gefühle und Ängste, die sich keiner, der es nicht selbst erlebt hat, auch nur ausmalen kann. Darstellerisch ist sie mir schon durch ihren kleinen Auftritt in 'Goong', 'Dream High' oder auch 'No Limit' aufgefallen und nun warte ich darauf, das die hübsche und eindrucksvolle Schauspielerin endlich wieder eine Hauptrolle bekommt und die nach Möglichkeit an der Seite von Jo Jung Suk. Ich denke mit diesem Wunsch bin ich nicht allein. Jeder, der 'King 2 Hearts' gesehen hat wird mich verstehen.
Jo Jung Suk eigentlich ein Musicalstar mit toller Gesangsstimme bietet sich nun in einer zweiten großen Rolle nach 'What's Up' an. Wieso wurde er uns so lange vorenthalten ? Wie er hier agiert und immer wieder zu verzaubern weiß, hinter der ernsten Mine immer tiefe Emotionen vor blinzeln lässt, ich könnte ins Schwärmen geraten. Hat der ein Charisma ?!? Ich will mehr von ihm !
Durch ihn habe ich einen wunderschönen Gänsehautmoment erlebt (letzte Episode). Und die Hoffnung auf einen weiteren tollen Schauspieler, der uns mit Serien zum Träumen bringen wird.
Es reichte trotzdem nicht ganz für meine voll Wertung und die Ursache ist nicht im Ende, sondern einigen der letzten Episoden zu finden. Da kauen sie etwas. Auch die Episode, in der sie nun wirklich zu diesem Militär Wettkampf antreten hätte verkürzt werden können. Sie soll nur eines unterstreichen. Den Zusammenhalt und die Freundschaft in dem Team, das sich anfangs so schwer tat und wie sehr sich das Pärchen zu vertrauen weiß.
Genau beschreiben kann ich es nicht, aber sie verlieren sich etwas und schaffen es nicht mehr ganz zu fesseln. Das sind Momente, aber sie reichten, um etwas zu entzaubern. Der Showdown hätte an anderer Stelle mehr Sinn gemacht. Und danach mal zwei Episoden, die sich nur noch auf das Menschliche konzentriert hätten. Hier wurde Potenzial verschenkt, weil man sich zu sehr in den Verwicklungen mit den Bösewicht erging. Das eigentliche Ende ist dann wiederum sehr gelungen und mit einer Aussage, die so wichtig ist. Der Kampf um ihre Liebe wird nie ganz aufhören .....
Bilder muss ich noch bearbeiten, habe viele gemacht und mag mich nicht trennen.
Ich füge sie morgen ein ;o)